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Der schützenswerte kleine Auenwald ist ein Relikt des früher als „Moor Klein Algermissen“ bezeichneten Feuchtgebietes am Bruchgraben südwestlich von Algermissen.
Auenwald am Bruchgraben “Klein Algermissener Moor” (2003)
Auenwald 01
 
Lage des kleinen Auenwaldes ca. 100 m unterhalb der Unsinnbach-Mündung. Größe: ca 2 ha
Koordinaten in Google Earth: 52°14‘07“N 9°57’06”E
Landkreis Hildesheim, TK 3725, Q 4, MF 3
Auenwald 02
 
Auenwald am Bruchgraben mit üppiger Krautschicht, u.a. Wasserdost (Eupatorium cannabinum) und Hexenkraut (Circaea lutetiana). Foto: M. Burgdorf (14.07.2012)
 
Erlen-Eschen-Auenwald
vor Jahrzehnten mit Hybridpappeln überpflanzt.
Der schützenswerte kleine Auenwald ist ein Relikt des früher als „Moor Klein Algermissen“ bezeichneten Feuchtgebietes am Bruchgraben südwestlich von Algermissen. Das nur ca. 2 ha große Auenwäldchen hat eine herausragende Bedeutung für den Naturhaushalt in der Bruchgrabenniederung und sollte unbedingt durch geeignete Maßnahmen erhalten und entwickelt werden.
 
Erfassung der Flora des Gebietes im Sommer 2003 durch Hofmeister, H. und Burgdorf, M. im Rahmen der botanischen Untersuchungen am Bruchgraben und Nebenflüssen.
Die Baumschicht wird 2003 noch von mächtigen Pappeln beherrscht, daneben sind aber auch Erlen und Eschen vertreten. Die Strauchschicht ist gut ausgebildet, in der artenreichen Krautschicht aus nährstoffliebenden Pflanzen wachsen auch Einbere (Paris quadrifolia), V und Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum), RL 3. In einer nassen Senke im Westen des Wäldchens ist kleinflächig ein niedermoorartiger Sumpf mit Erlenbruchwald zu entdecken, in dem auch Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum), Hopfen (Humulus lupulus) und Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara) zu finden sind.
 
Nicht vollständige Gesamtliste, Sommer 2003
    Rote Liste 2004
Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn  
Aegopodium podagraria Giersch  
Alliaria petiolata Knoblauchsrauke  
Alnus glutinosa Schwarz-Erle  
Alnus incana Grau-Erle  
Arum maculatum Gefleckter Aronstab  
Brachypodium sylvaticum Wald-Zwenke  
Calystegia sepium Zaun-Winde  
Carex pseudocyperus Scheinzypergras-Segge 3
Carex riparia Ufer-Segge  
Chaerophyllum temulum Taumel-Kälberkropf  
Circaea lutetiana Gewöhnliches Hexenkraut  
Cirsium oleraceum Kohl-Kratzdistel  
Deschampsia cespitosa Rasen-Schmiele  
Eupatorium cannabinum Wasserdost  
Festuca gigantea Riesen-Schwingel  
Filipendula ulmaria Echtes Mädesüß  
Fraxinus excelsior Gewöhnliche Esche  
Galeopsis tetrahit Gewöhnlicher Hohlzahn  
Galium aparine Kletten-Labkraut  
Galium odoratum Waldmeister  
Geum urbanum Echte Nelkenwurz  
Glechoma hederacea Gundermann  
Humulus lupulus Hopfen  
Juncus effusus Flatter-Binse  
Lamium maculatum Gefleckte Taubnessel  
Lycopus europaeus Gewöhnlicher Wolfstrapp  
Moehringia trinervia Dreinervige Nabelmiere  
Paris quadrifolia Einbeere V
Phalaris arundinacea Rohr-Glanzgras  
Phragmites australis Schilf  
Poa trivialis Gewöhnliches Rispengras  
Populus nigra-Hybriden Schwarzpappel-Hybriden  
Ranunculus ficaria Scharbockskraut  
Ribes nigrum Schwarze Johannisbeere  
Rosa canina Hunds-Rose  
Rubus caesius Kratzbeere  
Rubus fruticosus Brombeere  
Salix alba Silber-Weide  
Salix viminalis Korb-Weide  
Sambucus nigra Schwarzer Holunder  
Scrophularia nodosa Knotige Braunwurz  
Senecio sarracenicus Fluss-Greiskraut  
Silene dioica Rote Lichtnelke  
Solanum dulcamara Bittersüßer Nachtschatten  
Stachys sylvatica Wald-Ziest  
Thalictrum flavum Gelbe Wiesenraute 3
Urtica dioica Große Brennessel  
Veronica hederifolia Efeublättriger Ehrenpreis  
Viburnum opulus Gewöhnlicher Schneeball  
Auenwald 03
 
Einbeere (Paris quadrifolia) im Auenwald am Bruchgraben. Foto: M. Burgdorf (14.07.2012)
 
Literatur
Burgdorf, M. (2005): Flora und Vegetation des Bruchgrabens und seiner Nebengewässer.- In: Hildesheimer und Kalenberger Börde. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung 5.
 
© Ornithologischer Verein zu Hildesheim e.V.
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